Tätigkeitsberichte, Berichte, Studien aus Sinthiou Mbal

Hier finden Sie:

- den jeweils aktuellen Bericht aus Sinthiou Mbal

- eine Zusammenfassung der Berichte aus Sinthiou Mbal

- Sonderberichte

- Reiseberichte. Studien

 

Bild: Ndeye Fatou Sidy Ourossogui E mail: nfsidy@gamil.com

 

 

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Tätigkeitsbericht Juni 2020

Tätigkeitsbericht  Juin / Juni  2020

 

Le village Sinthiou MBAL / Das Dorf Sinthiou Mbal

Ndeye Fatou Sidy Ourossogui E mail: nfsidy@gmail.com 

Traduction/Übersetzung: F. Schmalzbauer 

 

Initiation/Einleitung

Rapport d'activités se réfère aux travaux de la poursuite et l'accompagnement dans les jardins des femmes dans le village Sinthiou Mbal en juin  2020 / ...bezieht sich auf die Arbeiten und der Fortsetzung ihrer Begleitung in den Gärten der Frauen des Dorfes Sinthiou Mbal im Juni 2020

Activités dans les jardins (photos jointes) Voire / Arbeiten in den Gärten (siehe photos)

Les activités  des jardins évoluent  dans de bonnes conditions. La  campagne maraichère est terminée. Les spéculations comme aubergine, le poivron, l’oseille et le niébé sont exploités actuellement puisque l’eau des pompes coule normalement. Avec les feuilles de niébé les femmes trouveront de quoi à améliorer les sauces à accompagner les couscous et d’autre repas. / ...werden unter guten Bedingungen fortgeführt. Der Zyklus von der Aussaht bis zur Ernte ist beendet. Sorten wie Auberginen, Pfefferschoten und Ampfer sind gegenwärtig gewonnen, weil die (Solar)pumpen normal Wasser liefern. Mit den Blättern des Ampfers (Niébe) können die Frauen die Soßen verbessern, die Couscous und andere Speisen begleiten.

Les contributions de 500 F comme  un apport pour  chaque femme bénéficiaire d’une parcelle continuent petit à petit. / Die Selbstbeteiligungen jeder Frau pro Parzelle wird nach und nach entrichtet.

 

L'école primaire / Grundschule

L’école est en vacances. / die Schule ist in Ferien (geschlossen)

 

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Sonderbericht Zweite Pumpe

Alles fließt!!!

Die zweite Solarpumpe wurde am 25. März 2019 nach längerer und erfolgreicher Vorbereitung installiert. Sofort wurde der zweite Garten von den Frauen neu bearbeitet. Eine Dorfversammlung und ein Fest zeigen, wie enthusiastisch die neue gemeinsame Aktion bewertet wird. "Djiaram" - wir danken.

Seit Jahren wurden Spendengelder angespart, um den erheblichen Aufwand für eine zweite Solarpumpe zu bewerkstelligen. Aber Geld allein macht nicht glücklich: Es bedurfte längerer Diskussionen, Versammlungen und vieler Vorbereitungsarbeiten, um unser weiteres Projekt in der Sahelzone - nördlicher Senegal - zu verwirklichen. Hier ein kurzer Bericht über ein Abenteuer mit nachhaltiger Wirkung:

2010: Wir lernen zum ersten Mal "unser Dorf" Sinthiou Mbal, Region Matam, Senegal, kennen. Angelehnt an ein Gartenprojekt im nahen Siri Woro, unterstützt von einer französischen NGO, schält sich ein vergleichbares Gartenprojekt als sinnvolle Maßnahme heraus. Aber die Dorfbevölkerung muss es wollen und selbst damit beginnen. Die Frauen des Dorfes nehmen es in die Hand. Sie bilden einen Gartenverein.

2011 ff: Überraschung beim nächsten Besuch. Ein Gelände ist eingezäunt und mit dem Garten kann in der Nähe des ersten Brunnens begonnen werden. In Frühbeeten wird gesäht: Kohl, Auberginen, Salat, Gewürze... Wir entschließen uns im fernen München, aufgrund des Berichtes und der Bilder das Projekt zu unterstützen und durch einen ehrenamtlichen Verein (die Gelder sollten nicht einer Verwaltung, sondern dem Dorf zugute kommen) zu unterstützen. Präsident wird der in München tätige Senegalese Demba Ba. Als Projektbeauftragter fungiert Fritz Schmalzbauer. Französisch ist die "Schlüsselkompetenz" um überhaupt kommunizieren zu können. Dazu kommt die Volkssprache Pulaar.

Vor Ort bedarf es jedoch einer regelmäßigen Betreuung und Rechenschaftslegung, wenn in Deutschland gesammelte Spendenelder entsprechend dem Vereinszweck verwendet werden (Umzäunung, Saatgut, Schulung der Beteiligten). Nach mehrfacher Beratung mit der ältesten senegalesischen Solidaritätsorganisation USE (Union...Solidarité...Entreaide) gelingt der Kontakt zu einer dort beschäftigten Ernährungsberaterin Mme Ndye Fatou Sidy. Sie erklärt sich zu regelmäßigen Dorfbesuchen bereit und hält mit dem Münchner Projektverantwortlichen auf Französisch Kontakt.

Bei mehreren Reisen wurde auch die deutsche Botschaft in Dakar informiert. Der damalige erste Botschaftssekretär informierte über andere Erfahrungen und gab Tipps.

Die homepage www.bamtaare-senegal.de wird gegründet und dokumentiert monatlich den Fortschritt in den beiden Gärten - man hatte sich durch die große Ausdehnung des Dorfes auf zwei Standorte ausgeweitet. Auch das zweite Terrain liegt in der Nähe eines Brunnens.

Reisen von Vorstands- und Vereinmitgliedern führten zu regelmäßiger direkter Information.

2014/2015: Es konkretisiert sich der Bedarf, durch eine solargestützte Unterwasser-Pumpe die Arbeit der Frauen zu erleichtern. Allerdings reichte das Vereinsgeld für höchstens ein Projekt. Man entschied sich für den größeren Garten und versprach, bei entsprechendem Mittelzufluss auch das zweite Feld mit einer Pumpe auszurüsten. Erfahrungsberichte der ansässigen NGOs und ein Preisvergleich unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit führte zu einer Kooperation mit der Firma SEV in Dakar. Sie wurde von dem deutschstämmigen M. Kretschmann gegründet und betreibt die zuverlässige LORENTZ-Pumpe und das damit verbundene Soalarsystem. Im Dorf erklärte sich der Schmied/Schlosser bereit, einen Wasserturm zu errichten, mit einem Metalldeckel den Brunnen zu verschließen und diverse Gerätschaften zu bauen.

2015: Nach längerer Vorbereitung und zwei Reisen war es soweit: Ein ganzes Netzwerk entstand aus Einheimischen, der Fa. SEV, Mme Ndye Fatou Sidy und uns zur Installation des Solarsystems. Erfolg! Siehe den Kurzfilm "Radi aus dem Senegal", youtube.

2015 ff: Regelmäßige Dorfbesuche aus Bayern und die monatliche Berichterstattung von Mme Sidy bestärkten uns, dieses Erfolgsprojekt wie versprochen fortzusetzen. Für 2018, spätestens 2019 wurde eine zweite Solaranlage geplant. Erst im März 2019 war es soweit. Gestützt auf die Berichte und vor allem auf die bisherigen Erfahrungen wurde nach intensiver Vorarbeit scheinbar "leicht" eine zweite Solaranlage installiert.

 

 

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