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Unser Dorf (Sinthiou Mbal) liegt im Norden der Republik Senegal in der Sahelzone mit z.T. extrem heissen Temperaturen und Wassermangel.

Von Dakar aus gibt es zwei Wege: Entweder über die alte französische Kolonialhauptstadt Saint Louis den Fluss entlang Richtung Matam oder von Thiès über Linguère nach Ouroussogui, jeweils 10 bis 14 Stunden. Eine halbe Stunde vor Ourossogui (von Saint Louis kommend) liegt unser Dorf links an der Straße. Früher reichte in der Regenzeit das Wasser des Senegalflusses vor die Haustüren. Jetzt – Trockenheit und Staudämme sind die Ursachen – sind eine halbe Stunde Fußweg nötig, um an den Fluss zu kommen. Eingebunden in die Kommune Nabadji Civol wohnen dort etwa 1200 Menschen entweder in festen Häusern oder in Lehmhütten. Viele Männer verdienen ihr Geld im afrikanischen oder internationalen Ausland.

Trinkwasser kommt aus einem Tiefbrunnen in Nabadji, die beiden von uns unterstützten Gärten werden durch traditionelle Brunnen bewirtschaftet. Seit kurzem konnten wir an einem der Brunnen ein solarbetriebenes Pumpensystem entwickeln.

Den kleinen Kindern steht eine staatliche Grundschule offen (ein für unsere Verhältnisse geringfügiges Schulgeld, das Schulmaterial und die Kleidung hält die Ärmsten von der Schule fern), die Größeren müssen zu Fuß – oft zweimal am Tag – rund vier Kilometer in die Mittelschule gehen und einige besuchen dann in Ouroussogui und Matam Fachschulen oder das Gymnasium. Der nächste Hochschulort ist Saint Louis.

Sinthiou Mbal liegt in der Trocken- und Armutszone des Senegal, dem „Fouta“ und wird vom Volk der Peulh bewohnt. Kinder, Jugendliche und die meisten älteren Leute sprechen Französisch (Amtssprache), Frauen hingegen verständigen sich meist in der Volkssprache Poulaar. Für alle administrativen Belange ist Französisch unverzichtbar.

Die Landschaft ändert sich in der oft zu kurzen Regenzeit (zwei bis drei Monate von Ende Juli bis höchstens Oktober) zu einem bunten Paradies und verödet und versteppt in der Trockenzeit. Die nahegelegene mauretanische Sahara überzieht dann die Region mit Sand.

„Bamtaare“ heißt Solidarität in der Volkssprache Pulaar, dem Volk der Peulh. Danach haben wir unsere Unterstützungs-Aktion im Dorf Sinthiou Mbal benannt: Bamtaare-Senegal 2010.e.V. (München)

Unsere Beraterin vor Ort: Mme Ndaje Fatou Sidy (Ourossogui), siehe Tätigkeitsberichte.

Radi aus dem Senegal

Unser Dokumentarfilm zeigt die Installation der ersten elektrischen Pumpe mit Solarstrom. Mit großem Einsatz der Beteiligten gelang es, die mühselige Wassergewinnung per Hand aus den Brunnen wesentlich zu erleichtern. 

Zwischenzeitlich sind zwei Solarpumpen im Einsatz und werden im Dorf von Djibril Ba, einem örtlichen Techniker, betreut.

Technische Ausrüstung: 
Firma LORENTZ, Dakar-Yoff Senegal/Henstedt-Ulzburg Germany