Saint Louis
alter Bahnhof, heute Markt in Saint Louis
Am Weg: Die ehemalige Hauptstadt des französischen Kolonialgebietes West-Afrika, zwischen Kolonial-Idylle und öko-sozialer Katastrophe. 2010 war der Meeresspiegel noch einige Zentimeter niedriger. Zwischenzeitlich hat der Anstieg, wie in allen flachen Küstenregionen im Sénégal, wirtschaftliche und soziale Folgen. Die „Langue de Barbarie“, en schmaler Streifen zwischen dem Fluß und dem Meer, Wohn- und Arbeitsort der Fischer-Familien, wird bei Flut und schlechter Witterung unbewohnbar. Die Bewohner wurden in anonyme Wohnbaracken umgesiedelt und von ihrer einzigen Einnahmequelle entfernt. Vor der Küste ist für ihre Piroggen eine Verbotszone: Hier wird industriell Gas gefördert.
„Unsere“ Unterkunft (Bild, ein Teil der ersten Reisegruppe) existiert heute nicht mehr. Das Haus an der nördlichen Inselspitze ist verfallen. Ein Symbol?
Am Horizont die Brücke „Faidherbe“

